Manchmal teilt man sich einen Weg mit Mofas oder Rollern. Sie sind schneller als ein Fahrrad, sie machen mehr Geräusch, und sie kommen oft von hinten. Das kann verunsichern, besonders wenn man gemütlich unterwegs ist oder mit Kindern fährt. Wichtig ist zu wissen, dass sich das Unbehagen mit ein paar Gewohnheiten deutlich verringern lässt, und dass die meisten Fahrerinnen und Fahrer ebenfalls einfach ruhig ankommen wollen. Es gibt keinen Grund, sich klein zu fühlen, nur weil andere schneller sind.
Vorhersehbar bleiben
Das Wichtigste ist, gleichmäßig zu fahren. Schwanke nicht hin und her und vermeide plötzliche Richtungswechsel, denn wer hinter dir kommt, muss abschätzen können, was du vorhast. Schau vor jeder Bewegung kurz über die Schulter, gib ein Zeichen und fahre dann ruhig weiter. So haben andere Zeit, sich auf dich einzustellen, und du bist weniger überrascht. Ein ruhiges Fahrverhalten ist die beste Einladung zu einem rücksichtsvollen Miteinander.
Wenn du ein Mofa hörst, das von hinten kommt, musst du nicht erschrecken. Bleibe ruhig auf deiner Linie und lass es in Ruhe vorbeifahren. Falls es eng ist, kannst du das Tempo etwas verringern und, wenn nötig, kurz anhalten, damit die Situation entspannt bleibt. Ein freundliches Handzeichen oder ein Nicken danach zeigt, dass du die Rücksicht bemerkt hast. Meist wird das erwidert.
Suche, wenn du kannst, Stellen aus, an denen mehr Platz ist, und warte dort, falls es hinter dir eng wird. Vermeide es, dich auf schmalen Wegen zu weit auszubreiten, besonders wenn ihr zu mehreren fahrt. Hinter dir will vielleicht jemand vorbei, der sich nicht traut zu klingeln, und ein kurzer Blick nach hinten hilft, das zu bemerken. Fahren Kinder mit, sprich vorher darüber, was sie tun, wenn ein lautes Fahrzeug näher kommt.
Fühlst du dich auf einer bestimmten Strecke trotzdem unwohl, darfst du eine ruhigere Route wählen oder zu anderen Tageszeiten fahren. Auch Absteigen und Schieben ist immer eine gute Möglichkeit. Halte dich an die Regeln, die dort gelten, wo du unterwegs bist, und denke daran, dass die meisten anderen einfach gut ankommen wollen. Mit Gelassenheit und Aufmerksamkeit wird der gemeinsame Weg für alle angenehmer.