An einer Kreuzung oder Einmündung möchte man sicher sein, dass die anderen einen bemerkt haben. Ein Auto steht da, der Motor läuft, und man fragt sich, ob die Person am Steuer einen sieht. Die beste Antwort darauf ist ein kurzer Blick in ihre Augen. Wenn sich die Blicke treffen, wissen beide, dass sie voneinander wissen, und das schafft eine ruhige Grundlage für alles Weitere. Diese kleine Gewohnheit kostet nichts und lässt sich an jeder Ecke anwenden.
Nicht nur das Auto ansehen
Viele schauen beim Näherkommen auf das Fahrzeug, nicht auf den Menschen darin. Versuche stattdessen, das Gesicht oder zumindest die Kopfhaltung zu erkennen. Schaut die Person in deine Richtung, oder blickt sie nach links und rechts in den Verkehr? Ein Blick, der an dir vorbeigeht, bedeutet oft, dass du noch nicht bemerkt wurdest. Dann hilft es, langsamer zu werden, ein Handzeichen zu geben und abzuwarten.
Kommt der Blickkontakt zustande, kannst du ihn mit einem kleinen Nicken oder einer Handbewegung bestätigen. Das nimmt Unsicherheit heraus. Verlasse dich trotzdem nicht allein darauf, denn ein Blick ist noch kein Versprechen. Halte die Finger nahe an der Bremse und behalte die Bewegung des Fahrzeugs im Auge. Erst wenn du siehst, dass es ruhig bleibt oder dir Platz macht, fährst du weiter.
Manchmal gelingt der Augenkontakt nicht: Die Sonne spiegelt sich in der Scheibe, jemand trägt eine dunkle Brille, oder der Blick geht zur Seite oder nach hinten zu den Kindern. Dann lohnt sich Geduld. Warte einen Moment, bleibe deutlich sichtbar und fahre erst weiter, wenn du dich sicher fühlst. Es ist besser, einen Augenblick zu warten, als auf gut Glück loszufahren, und niemand wird dir das übelnehmen.
Auch für Kinder ist das eine wertvolle Gewohnheit. Übt gemeinsam an einer ruhigen Ecke: Schaut, bis sich die Blicke treffen, und nickt euch zu. Zeige, dass du selbst dabei gelassen bleibst und nicht drängelst. Halte dich an die Regeln, die dort gelten, wo du fährst, und mache den Augenkontakt zu einer Selbstverständlichkeit. Mit der Zeit entsteht daraus ein Gefühl für die Menschen im Verkehr, das viel wert ist.